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News aus der Kleintierpraxis

Hier finden Sie immer aktuelle Themen rund um ihr Haustier - denn das Wohl der Tiere liegt uns am Herzen

August '18: Hitzefalle Auto – Lebensgefahr für Hunde

In den Frühjahrsmonaten und vor allem im Sommer kann es im Autoinnenraum in kurzer Zeit zu extrem hohen Temperaturen kommen. Tiere, die sich im Auto befinden – vorrangig Hunde – geraten dann schnell in eine lebensbedrohliche Situation. Da die Regulierung der Körpertemperatur bei Hunden durch Hecheln funktioniert und sie keine Schweißdrüsen besitzen können sie im heißen Wageninnenraum ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Es kommt binnen kürzester Zeit zu irreparablen Organschäden bis letztendlich zum Herzstillstand.

Ein Auto, das direkt in der Sonne steht kann sich bis zu 60° Celsius aufheizen. Im Innenraum eingeschlossene Hunde sind wehrlos der Hitze ausgesetzt – auch ein leicht geöffnetes Fenster hilft den Tieren nicht. Bereits Temperaturen um die 40° Celsius können tödlich für sie enden. Diese Werte können im Auto schon bei einer Außentemperatur von circa 20° Celsius in wenigen Minuten erreicht werden.

Die wohl wichtigste Frage: Was können Sie tun, wenn Sie bei heißem Wetter einen eingesperrten Hund im Auto sehen?

Gehen Sie nicht weiter – handeln Sie sofort!

Versuchen Sie den Halter des Wagens ausfindig zu machen. Bei geparkten Autos empfiehlt sich in umliegenden Geschäften nachzufragen. Sollte Ihnen das nicht gelingen, wenden Sie sich an die Polizei damit das Tier vor dem sicheren Hitzetod bewahrt werden kann.
Wenn es dem Tier bereits sehr schlecht geht liegt es an Ihnen ob sie rechtliche Konsequenzen durch das einschlagen einer Fensterscheibe in Kauf nehmen – jedoch sollte das Leben eines Tieres hierbei größeren Wert haben.
Den lebensbedrohlichen Zustand eines Hundes erkennen Sie an übermäßigem Hecheln und Nervosität, glasige Augen, Erbrechen und einer dunklen Zunge.
Bei einem geretteten Hund aus einem heißen Auto sind auch sofortige Hilfemaßnahmen von großer Bedeutung: Bringen Sie den Hund sofort in den Schatten und versorgen Sie ihn mit handwarmem Trinkwasser. Kühlen Sie den Hund mit ebenfalls handwarmem Wasser ab. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen schon verbessert hat muss das Tier schnellstmöglich zu einem Tierarzt gebracht werden.

 

September '18: Lästig im Spätsommer - Die Herbstgrasmilbe

Plötzliche Kratzanfälle bei ihrem Haustier – selten sind im Spätsommer und Herbst Floh oder Zecke der Auslöser für diesen Juckreiz. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sich dann die winzige Larve der Herbstgrasmilbe eingeschlichen.

Die Herbstgrasmilbe gehört zur Gattung der Spinnentiere. Die erwachsenen Tierchen leben circa einen Meter tief im Boden. Im Herbst schlüpfen dann die Larven und wandern dem Licht entgegen an die Erdoberfläche. Um sich zu entwickeln brauchen sie eine ausreichende Eiweißmahlzeit, die sie zu genüge auf unseren Haustieren finden. Die Larven sammeln sich meistens an feuchten Stellen im Gras. Sie steigen an warmen Tagen zur Spitze der Gräser auf und werden dort von vorbeilaufenden Tieren abgestreift und mitgenommen. Nicht nur Hunde und Katzen können befallen werden, auch vor Kaninchen, Meerschweinchen und sogar vor dem Menschen machen diese Milben keinen Halt. Die Milbenlarven saugen circa drei bis vier Tage auf dem Wirt, lassen sich dann fallen und dringen wieder in den Boden ein um sich zur erwachsenen Milbe zu entwickeln.

Die Herbstgrasmilbe ist ein wahrer Feinschmecker. Sie bevorzugt Stellen mit sehr dünner Haut um sich festzubeißen. Diese findet sie an Innenschenkeln, am Bauch, hinter den Ellbogen, in Ohrfalten, zwischen den Zehen, am Lidrand und auch an den Geschlechtsteilen. Sie krabbelt oft Stunden auf dem Wirt umher um eine geeignete Hautpartie zu finden. Circa 12 bis 24 Stunden nach dem Biss fängt das abgesonderte Speichelsekret an die Tiere heftig zu jucken.

Heftiger Juckreiz - Eines der Symptome bei einem Befall mit Herbstgrasmilben. Doch auch sie als Tierbesitzer haben die Chance, die lästigen Tierchen zu identifizieren. Die Milben setzen sich meist gehäuft an eine der üblichen Stellen. Charakteristisch für die Milbenlarve ist ihre fast blütenstaubähnliche gelb-orangene Färbung, die sie bei genauem betrachten mit bloßem Auge erkennen können.

 

Sollte ihr Tier befallen sein hilft es meistens, die juckenden Partien mit kaltem Wasser zu waschen und zu kühlen. Die Milben können schon beim Badevorgang vorsichtig von der Haut entfernt werden. Um wirklich alle Milben abzutöten und auch einen Schutz vor Neuansteckung in der „gefährlichen" Zeit zu bieten gibt es spezielle Antiparasitika für Ihre Haustiere. Es ist schwierig einen Befall ganz zu verhindern, den Rasen im Garten kurz zu halten ist ein guter Anfang. Doch auch beim Spaziergang mit dem Hund in der Natur kann eine Ansteckung in hohen Gräsern erfolgen und die Katze kann beim täglichen Mäusejagen auf dem Feld befallen werden.

So lästig diese Parasiten auch sind haben sie doch auch positive Aspekte: Sie können, soweit bekannt, keine Krankheiten übertragen und sobald es im Herbst kühler wird ist auch von den Tierchen keine Spur mehr zu sehen.

Oktober '18: Igel gefunden - Wie verhalte ich mich richtig?

Viele Menschen möchten ab Herbstbeginn den Igeln über den Winter helfen. Leider werden die stacheligen Gartenfreunde viel zu schnell der Natur entrissen. Die kleinen Wildtiere sind gut an das Leben im Freien angepasst und kommen normalerweise ohne menschliche Hilfe zurecht. Immer wieder gibt es aber Situationen, in denen sie unsere Hilfe benötigen. In Deutschland ist es generell verboten Tiere der besonderen Arten – dazu zählt der Igel – aus der Natur zu entnehmen. Die Gesetzesvorschriften erlauben jedoch, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen. Das Ziel jeder Igelhilfe muss sein, jedes Tier so blad wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen.

Wie erkenne ich ob ein Igel meine Hilfe benötigt?

Wenn ein Igel erkennbare Verletzungen aufweist ist es ein klares Zeichen, dass dieses Tier menschliche Hilfe benötigt. Oft deutet schon der Fundort auf eine Notsituation hin (an der Straße, auf Baustellen, etc.). Tiere die z.B. in Gruben oder Lichtschächten eingesperrt waren und kein Wasser und Futter zur Verfügung hatten sind ebenfalls auf Hilfe angewiesen. Auf keinen Fall sollten Igel zurückgelassen werden, die einen kranken Eindruck machen.
Kennzeichen für einen kranken Igel sind u.a. ein torkelnder Gang, eingefallene Augen, Apathie, Nichteinrollen, Abmagerung und Madenbefall.
Igel, die nach Wintereinbruch mit Schnee und Dauerfrost bei Tags umher laufen konnten sich für den Winter kein ausreichendes Fettpolster anfressen und haben schlechte Überlebenschancen ohne menschliches Eingreifen.

Was ist zu tun, wenn ich einen hilfsbedürftigen Igel gefunden habe?

Verletzte und geschwächte Tiere sind oft unterkühlt. Als erste Hilfe ist es daher wichtig, die Tiere zu wärmen. Ist der Bauch des Tieres bereits deutlich kühler als der Rücken, ist bereits eine Unterkühlung eingetreten.
Das Tier sollte auf eine handwarme, mit einem Handtuch umwickelte Wärmeflasche gesetzt werden. In jedem Fall - so bald wie möglich - sollte ein Tierarzt oder eine Igelstation aufgesucht werden. Ein schwaches Tier ist dringend auf fachmännische Hilfe angewiesen! Nahrung und Wärme allein helfen dem Tier nicht.
Sollte der Tierarzt oder die Igelstation erkannt haben, das dass gefangene Tier sich nicht in akuter Gefahr befindet, so müssen diese Igel am Fundort wieder freigelassen werden.

Tipps für einen Igelfreundlichen Garten

Igel fühlen sich in naturgetreuen Gärten sehr wohl, da sie dort Rückzugsorte finden, an denen sie ruhen, überwintern und ihre Jungen aufziehen können. Ein Garten mit vielen dichten Hecken ist ein wahres Paradies für die kleinen Stacheltiere. Lassen sie Laub und Äste einfach im Garten liegen – für die Igel entstehen so die Nester zur Überwinterung. Je bewachsungsreicher ein Garten gestaltet ist, desto mehr Nahrung können die Igel finden.
Auf dem Speiseplan stehen Insekten, Würmer, Schnecken sowie Mäuse und kleine Frösche. Auch Trinkwasserschalen im Garten können den Igeln zugutekommen.
Hierbei gilt allerdings höchste Vorsicht! Tiefe Behälter mit Wasser können schnell zur tödlichen Falle werden, wenn ein Igel hineinfällt und sich selbst nicht mehr retten kann.
Gefährliche Wasserstellen können mit einem schräg aus dem Wasser ragenden Brett – am besten noch mit Querlatten wie bei einer Hühnerleiter – entschärft werden.

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Nicht jeder Igel braucht Hilfe. Ist er allerdings darauf angewiesen, muss die Hilfe richtig sein.

November '18: Tabletteneingabe bei der Katze

Für viele Tierhalter ist allein schon der Gedanke ihrer Katze eine Tablette verabreichen zu müssen ein wahrer Graus. Daher ist es kein Wunder, dass Tierärzte oft gefragt werden, warum wir Tabletten bei Katzen verordnen - denn die meisten Samtpfoten wehren sich buchstäblich mit Zähnen und Krallen.

Die Antwort auf die Frage warum wir Tierärzte auch bei Katzen Tabletten verordnen ist ganz einfach:
Weil wir ihrem Tier bestmöglich helfen wollen und Tabletten in der Therapie oft unumgänglich sind. Doch natürlich wissen wir, dass auch das beste Medikament nichts hilft, wenn es nicht den Weg in die Katze findet.

Was können Sie nun tun, um ihrer Katze und auch Ihnen selbst die Tabletteneingabe zu erleichtern?

1. Tabletteneingabe über das Futter

Eine der Möglichkeiten Ihrer Katze stressfrei eine Tablette zu verabreichen ist, dass diese gar nicht als Medikament erkannt wird. So bietet es sich an, die Medizin im Futter zu tarnen. Sie als Tierhalter wissen sicher am besten, welche Futtersorten oder Leckereien für ihre Katze besonders schmackhaft sind – und genau auf diese Futtermittel sollte bei der Medikamenteneingabe zurückgegriffen werden. Um zu vermeiden, dass die Katze den Napf nicht leer frisst und am Ende die Tablette zurück bleibt ist es ratsam, erst eine kleine Menge des Futters mit der versteckten Tablette anzubieten und erst wenn diese mitgefressen wurde den Rest bereitzustellen. In solchen besonderen Fällen darf die Tablette auch gerne in ein Stück Leberwurst, welche immer gut angenommen wird, verpackt werden. Ein bisschen Hunger hilft natürlich auch dabei. Bei hartnäckigen Tablettenverweigerern ist es immer einen Versuch wert, die Katze einige Stunden vorher nicht zu füttern um den Appetit zu steigern. Die ganze Tarnung funktioniert übrigens am besten, wenn Sie die Sache locker angehen und sich nichts von ihrem Vorhaben anmerken lassen.

2. Eingabe der Tablette direkt ins Maul

Leider funktioniert nicht bei jeder Katze der Trick mit der versteckten Tablette. Dann bleibt oft nur noch die Möglichkeit das Medikament direkt ins Maul einzugeben.
Es gibt keinen Grund zur Sorge – mit der richtigen Technik und ein paar praktischen Tipps ist dies durchaus eine erfolgreiche Methode.

Grundsätzlich ist es immer besser, wenn sie für die Eingabe zu zweit sind. So können Sie die Katze sicher fixieren und sich selbst vor Verletzungen schützen. Auch für Ihr Tier ist es deutlich angenehmer, wenn eine Person den Körper fixiert und die andere das Maul öffnen und die Tablette eingeben kann.

Leichter ist es, wenn die Katze auf einer erhöhten Position ungefähr in Bauchhöhe mit dem Rücken zu Ihnen gedreht ist. So kann ein Zurückwandern der Katze verhindert werden und sie können bequem mit ihren Händen die Vorderbeine umfassen und fixieren. In den meisten Fällen muss es schnell gehen, wenn die Tablette in die Katze gelangen soll. Wird diese jedoch zu weit vorne auf die Zunge gelegt wird sie sofort wieder ausgespuckt. Dies bedeutet, dass die Person, die für die Eingabe zuständig ist die Tablette möglichst weit nach hinten auf den Zungengrund fallen lassen muss. Das funktioniert am besten, wenn der Kopf mit Zeigefinger und Daumen fixiert wird und nach oben gehalten – das Maul öffnet sich so leichter und es gibt für die Tablette nur eine Richtung – direkt in den Rachen. Wenn dies erfolgt ist sollte der Kopf weiterhin festgehalten werden und mit dem Finger über die Nase gestrichen oder der Kehlbereich vorsichtig massiert werden. Dadurch wird der Schluckreflex ausgelöst.

 

Hier haben wir für Sie die Tabletteneingabe in einfachen Schritten zusammengefasst:

1. Fixieren Sie die Katze an den Vorderbeinen und verhindern sie das Zurückwandern durch die Begrenzung mit Ihrem Körper

2. Bewegen Sie den Kopf der Katze nach oben, dadurch öffnet sich das Maul leicht. Öffnen Sie das Maul mit einem Finger

3. Lassen sie die Tablette möglichst weit hinten ins Maul fallen

ACHTUNG: Nicht mit den Fingern ins Maul greifen – es besteht so die Gefahr gebissen zu werden. Als kleines Hilfsmittel kann auch auf einen speziellen Tabletten-Eingeber für Tiere zurückgegriffen werden

4. Halten sie den Kopf der Katze weiter fest und streichen Sie mit dem Finger über die Nase oder massieren sie den Kehlbereich

Auch an den Arzneimittelherstellern ist nicht vorrübergegangen, dass Sie bei der Tabletteneingabe Ihrer Katze schnell zum Raubtierdompteur werden können. Daher sind schon viele Medikamente die routinemäßig verwendet werden als sogenanntes „Spot-on" Präparat erhältlich. Übersetzt heißt das nichts anderes als „Lösung zum Auftropfen". Diese Applikationsform erspart ihnen beispielsweise bei der regelmäßigen Entwurmung sowie Floh- und Zeckenprophylaxe das lästige Tabletteneingeben. Die jeweiligen Wirkstoffe in den Spot-on Präparaten gelangen entweder über die Haut in den Organismus oder verteilen sich über die Hautoberfläche.

Dezember '18: Silvesterangst bei Hunden - So helfen Sie Ihrem Haustier

Alle Jahre wieder ist es soweit: Der Jahreswechsel steht an. Für uns Menschen meist eine schöne Zeit – doch für unsere Hunde kann es zum Alptraum werden. Viele von ihnen fürchten sich vor der Knallerei beim Feuerwerk. Da auch an den Tagen vor Silvester schon Böller gezündet werden, ist es sinnvoll, sich als Tierhalter schon rechtzeitig Gedanken zu machen, wie das Haustier möglichst stressfrei diese Tage übersteht.

Einige Hunde zeigen nur eine leicht angespannte Haltung – andere zittern und winseln sogar. Doch in beiden Fällen kann mit vorbeugenden Maßnahmen oft schon Linderung verschafft werden. Daher ist es besonders wichtig, sich schon im Vorfeld über geeignete Methoden zu informieren.

Was sind die typischen Symptome?

  • Zurückgelegte Ohren und angespannte Gesichtsmuskulatur
  • Geduckte Haltung und allgemeine Körperanspannung
  • Eingezogene Rute
  • Versteinertes Stehen oder Liegenbleiben
  • Weigerung weiterzugehen
  • Ausweichen, Flucht
  • Aufgestellte Haare an der Rückenlinie
  • Aggressives Verhalten
  • Akustische Signale (Jaulen, Winseln, Knurren, Bellen, Heulen, Schreien)

Welche vorbeugenden Maßnahmen können helfen?

Schaffen Sie Ihrem Hund eine Rückzugsmöglichkeit, wo er sich sicher fühlt (z.B. Autobox). Mithilfe von Geräusch CD’s kann vorab versucht werden den Hund zu desensibilisieren. Einige Hunde lassen sich auch schon durch verschiedene Massagetechniken entspannen. Verhalten Sie sich neutral gegenüber Ihrem Hund da übermäßiger Trost und Zuspruch das Angstverhalten unbewusst belohnen könnten.

Für manche Hunde ist aber auch eine medikamentöse Therapie notwendig. Es gibt zahlreiche Präparate mit pflanzlichen Auszügen, die schon einige Tage vor Silvester verabreicht werden sollten – sie führen zu einer entspannten Atmosphäre und haben keinerlei sedierende Wirkung.

Bei sehr ängstlichen Tieren zeigen solche pflanzlichen Mittel oft nur eine ungenügende Wirkung. Nach sorgfältiger Beurteilung spezifischer Bedürfnisse können auch andere angstlösende Medikamente verordnet werden. Das Ziel ist, Ihren Hund vom Stress zu befreien, ohne dass die Vitalität Ihres Tieres beeinträchtigt wird. Mittlerweile gibt es auf dem Markt einige für Hunde zugelassene Präparate, die schon nach einigen Minuten wirken. Allerdings sind sie nicht für schwerkranke Patienten geeignet. Um die optimale Dosis zu bestimmen, lohnt es sich idealerweise schon am Vortag anzufangen und die verabreichte Menge anzupassen.

Verhalten am Silvesterabend

  • Neutrales Verhalten gegenüber dem Hund da übermäßiger Trost und Zuspruch unbewusst das Angstverhalten belohnen
  • Zufluchtsort frei zugänglich halten
  • Fenster und Türen geschlossen halten, unauffällige Geräuschkulisse (Radio, TV) herstellen
  • Stressabbau in ruhiger Umgebung durch geistige und körperliche Auslastung (Hund mit kleinen Aufgaben beschäftigen)

(Bild: Herzmomente Fotografie by Tina Falke-Maucher; info@herzmomente-fotografie.de)

 

 Gerne beraten wir Sie persönlich über individuelle Maßnahmen am Silvesterabend zur Stresslinderung Ihres Haustieres.

Januar '19: Pfotenschutz im Winter

Bodenfrost, Glatteis und jede Menge Schnee. Wenn der Winter Einzug hält werden auch die Straßen und Gehwege kräftig gestreut und gesalzen. Viele Hunde lieben Spaziergänge im Winter – doch der Splitt und das aggressive Streusalz können sehr unangenehm sein und sogar zu Verletzungen der Hundepfötchen führen.

An den ungeschützten Ballen brennt das Streusalz sehr und so macht Ihrem Hund kein Spaziergang mehr Freude. Wenn die Ballen beim nach Hause kommen nicht gleich mit lauwarmem Wasser abgespült werden schlecken die Tiere das störende Salz einfach ab, was zu Magenproblemen führen kann. Zudem trocknet das Streusalz die Ballenhaut stark aus und es kommt zu Rissen, die sehr schmerzhaft für die Hunde sein können. Daraus ergibt sich, dass mit bereits rissigen Ballen der viele kantige Rollsplitt und auch Eiskanten den angegriffenen Pfoten noch mehr zusetzen. Zu all diesen Aspekten kommt noch hinzu, dass viele Hunde lange Fellbüschel zwischen den Ballen haben an denen sich Schneeklumpen bilden und so das Laufen erschweren.

So schön ein Winterspaziergang für uns Menschen mit gut besohlten Schuhen auch sein mag – für Hundepfoten eine wahre Herausforderung. Damit auch Ihr Hund die Freude an Winterspaziergängen nicht verliert und verletzungsfrei durch die kalte Jahreszeit kommt haben wir für Sie die wichtigsten Pflegetipps zusammengefasst.

Unsere Tipp's zur Pfoten-Pflege: 

Schmieren Sie die Ballen vor dem Spaziergang mit einer pflegenden Salbe (z.B. Bienenwachs) ein – so bildet sich eine Schutzschicht auf den Ballen und diese werden so weniger gereizt

Spülen Sie die Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab: Damit lösen sie Schneeklumpen und Salzrückstände und vermeiden zugleich, dass das Streusalz abgeleckt wird und in den Magen gelangt

Kürzen sie die Haarbüschel zwischen den Ballen damit sich weniger Schneeklumpen an den Pfoten im Zwischenzehenbereich bilden

Vermeiden sie nach Möglichkeit lange Wege auf stark mit Salz gestreuten Straßen und Gehwegen beim Spaziergang. Vernachlässigen Sie dabei aber auf keinen Fall Ihre eigene Sicherheit

Es empfiehlt sich, mehrere kleine Runden über den Tag zu verteilen statt eines langen Spaziergangs damit die Hundepfoten nicht zu lange der Kälte ausgesetzt sind

Bei bereits verletzten Pfoten oder sehr empfindlichen Hunden sind spezielle Hundeschuhe empfehlenswert. Allerdings ist nicht jeder Hund von solch einer Fußbekleidung begeistert. Sollten bereits Verletzungen vorhanden sein ist es ratsam, einen Tierarzt hinzuzuziehen um Entzündungen oder großflächigere Verletzungen zu unterbinden

 

Unter dem Motto „Im Winter bauchen Hundepfoten besondere Pflege" steht dem Austoben in der Winterlandschaft nichts mehr im Wege.

Februar '19: Artgerechte Fütterung und Haltung von Kaninchen

Fast alle kleinen Heimtiere leben von Natur aus in Familiengruppen. Für die Wohnungs- oder Freilandhaltung ist deshalb eine Kleinfamilie, bestehend aus mindestens zwei Tieren derselben Art, unabdinglich. Ideal ist die Vergesellschaftung eines kastrierten Männchens mit einem oder mehreren weiblichen Tieren. Gleichgeschlechtliche Paare verstehen sich nicht immer. Gehege für kleine Heimtiere sollten stets genügend einzelne Unterschlupfmöglichkeiten für alle Bewohner haben und so breit und hoch sein, dass sie darin hoppeln und aufrecht stehen können. Will man ein neues Tier in die Gruppe integrieren, sollte zunächst ein eigener Käfig mit Schnupperkontakt zu den Alteingesessenen dem Neuling Rückzugsmöglichkeiten bieten. Nach und nach kann man alle Tiere immer länger unter Aufsicht zusammensetzen, um allzu schmerzhafte Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die frühzeitige Kastration der Männchen wirkt zusätzlich aggressionsmindernd.

Lebenslang gesund

Kaninchen können bis zu 15 Jahre alt werden. Wichtigste Voraussetzung hierfür sind gesunde Zähne. Oft unbekannt: Nicht nur die gut sichtbaren Vorderzähne, auch die Backenzähne dieser Kleinsäuger wachsen in nur einer Woche bis zu 3 mm! Einzig durch ein gleichmäßiges Abschleifen beim stundenlangen Zermahlen von faserreichem Heu behalten die Tiere eine ebene, glatte Zahnfläche. Weiches Gemüse, Obst, Gras oder gar Fertigfutter dagegen wird oft mehr gelutscht als gekaut. So nutzen sich die Zähne nicht mehr gleichmäßig ab und bald bleiben an den Zahnrändern kleine, messerscharfe Spitzen stehen. Wird dies nicht rechtzeitig bemerkt, entstehen schmerzhafte Druckstellen und entzündete Wunden in der Zunge und in den Wangen, die Kaninchen natürlich vom Fressen abhalten.

Die Folge: Vereiterte Backenzähne, eitrige Augen durch in Mitleidenschaft gezogene Tränenkanäle oder auch der frühe Hungertod.
Sind erst einmal Spitzen entstanden, müssen die Zähne genauer untersucht, eventuell auf einem Röntgenbild vermessen und wieder funktionsgerecht geschliffen werden. Dieser Eingriff erfolgt aus Tierschutzgründen grundsätzlich in einer schonenden Vollnarkose.

Handelsübliches Fertigfutter ist auch die Hauptursache von Störungen der Darmflora bei kleinen Säugern. Ideal ist deshalb eine Ration, die zu 80% aus Heu, zu 19% aus frischem Grün und höchstens 1% aus Trockenfutter besteht. Auch Zweige von Obstbäumen können zum Abnagen und zur Beschäftigung angeboten werden (z.B. Ahorn, Apfel, Birke).

Alarmsignale beachten

Schlecht zerkleinertes Futter kann im Verdauungstrakt der Heimtiere nicht verwertet werden. Beginnende Zahnprobleme zeigen sich also anfangs nicht nur durch vermehrtes Speicheln oder in einer Veränderung der Kotballen, sondern vor allem in einer Gewichtsabnahme. Zeigt ein kleines Haustier Krankheitssymptome darf nicht mit dem Tierarztbesuch gewartet werden, denn auch z.B. harmlos erscheinender Durchfall wird für diese Tiere schnell lebensbedrohlich. Je nach Ursache helfen die Darmflora stabilisierende Zusätze oder faserreiche Ergänzungsfuttermittel aus der Tierarztpraxis, bestimmte Antibiotika oder auch Medikamente gegen Parasiten oder Hefepilze, das Problem in den Griff zu bekommen. Manchmal muss auch operiert werden. Verweigert ein Kaninchen gar schon die Nahrung, muss mit einer tierärztlichen Spezialnahrung zugefüttert werden.

Checkliste für die verantwortungsvolle Kaninchenhaltung:

• 1 x wöchentlich wiegen, Gewicht notieren und vergleichen
• 1 x täglich Maul auf Speichel und Hinterteil auf Durchfallspuren und Fliegenmaden kontrollieren
• 1 x wöchentlich Kontrolle der Vorderzähne
• Mindestens alle 3 Monate tierärztliche Kontrolle der Backenzähne mit Spezialinstrumenten
• Alle 4-6 Monate Impfung gegen Myxomatose und 1 x jährlich gegen RHD

 

Guter Rat: Kaninchen leiden leise, denn als „Beutetiere" dürfen sie in freier Natur nicht als krank auffallen. Schon kleinste Krankheitsanzeichen sind deshalb immer ein Anlass, möglichst am selben Tag noch eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Gute Beobachtung durch den Tierhalter und engmaschige tierärztliche Betreuung sichern auch kleinen Heimsäugetieren ein immer längeres Leben.

(Quelle: Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.)

März '19: Nur lästig oder schon gefährlich? Parasiten bei Hund und Katze

Diese kleinen Lebewesen ernähren sich von ihrem Wirtstier und leben entweder an der Haut (Ektoparasiten) oder in verschiedenen inneren Organen (Endoparasiten). Manche machen sich gleich bemerkbar, wie zum Beispiel Flöhe und Zecken und manche kann man nur durch spezielle Tests nachweisen.
Oft können gesunde Tiere einen milden Befall von Endoparasiten gut wegstecken, sobald aber die Abwehrkräfte durch eine andere Krankheit geschwächt sind, oder wenn es sich um ein Jungtier handelt, können sonst harmlose Parasiten zu Beschwerden führen. Nicht selten verursachen zum Beispiel Würmer Erbrechen oder Einzeller einen Durchfall. Deshalb ist immer wichtig Ihren Liebling fit zu halten, auf gesunde Ernährung und angepasste Bewegung achten.
Auch Ektoparasiten sind nicht immer harmlos. Lästige Zecken können schwere Krankheiten übertragen, Flöhe Allergien auslösen. Selbstverständlich sieht man es einer Zecke nicht an, ob sie einen gefährlichen Krankheitserreger in sich trägt. In den letzten Jahren rückt die Verbreitungsgrenze von sogenannten „Mittelmeerkrankheiten" ständig nach Norden. Besonders bei Hunden ist dieses nicht zu unterschätzen. Das Ansteckungsrisiko ist zwar immer noch relativ gering, aber im Zweifelsfall wird bei Ihrem kranken Haustier doch lieber ein Bluttest durchgeführt.

Folgende Punkte sind zu beachten:

1. Achten Sie auf äußere Anzeichen, die auf einen Parasitenbefall schließen lassen könnten. Dazu gehören Juckreiz, mattes Fell, wiederholter Durchfall oder Erbrechen.
2. Suchen Sie im Fell aktiv nach Parasiten. Ein Flohkamm ist dabei eine große Hilfe.
3. Denken Sie an Antiparasitika für Ihren Hund oder Katze bei gesteigertem Risiko. Das gilt zum Beispiel für Hunde im Urlaub, für junge Tiere, für Katzenfreigänger mit viel Kontakt zu anderen Tieren, für jagdlich geführte Hunde usw.
4. Letztendlich schützen Sie durch rechtzeitige Maßnahmen an Ihrem Tier auch Ihre Kinder und sich selber vor unnötigem Kontakt mit Parasiten.

Einen parasitenfreien Frühling wünscht Ihnen Ihre Tierarztpraxis!

 

 

April '19: Jungvogelfindling - Richtig erste Hilfe leisten

Grundsätzlich unterscheidet man bei Vogelbabys zwischen Nestlingen und Ästlingen. Die ersten sind noch nicht vollständig befiedert, während die zweiten schon fast wie erwachsene Vögel aussehen. Kleine Küken ohne ausgebildetes Gefieder sind auf ihre Eltern angewiesen, sie können ihre Körpertemperatur nicht halten, alleine würden sie verhungern und zum Beispiel zum Opfer fallen.
Sollten Sie so einen Vogel finden, schauen Sie sich bitte erstmal nach dem Nest um. Idealerweise setzt man den Jungvogel wieder ins Nest, sofern er unverletzt ist. Das deutsche Gesetz verbietet die Nester anzufassen. Diese Situation ist schwierig. Man muss mindestens abwarten, bis sich die Eltern außer Sichtweite befinden. Machen Sie sich keine Sorgen, dass der menschliche Geruch die Altvögel abschreckt! Die Vogelnase ist in dieser Hinsicht nicht so fein wie die eines Säugetieres.

Die eigene Mutter ist immer die beste Mutter, aber wenn es gar nicht anders geht, zum Beispiel wenn das Nest im gefährlichen Gebiet liegt oder beide Eltern nachweislich tot sind, soll man den Nestling in die menschliche Obhut nehmen. Die Aufzucht von einem Jungvogel ist ziemlich zeitaufwendig und nicht ganz ohne, wenden Sie sich bitte in solchem Fall an uns.
Auf der anderen Seite - ein Ästling soll möglichst in Ruhe gelassen werden. Er braucht sein Nest nicht mehr und kann bis zu zwei Stunden still auf seine Eltern warten, so dass er dabei einen verlassenen Eindruck macht. Falls er sich doch an einem gefährlichen Ort befindet, kann man ihn vorsichtig in Sicherheit (in das nächste Gebüsch) bringen, aber nicht weiter als 20 Meter vom Fundort entfernt.

Falls in Ihrem Garten gerade kleine Jungvögel herumhüpfen, überlegen Sie sich, ob Ihre Katze nicht ein paar Tage eingesperrt bleiben könnte. Katzenzähne verursachen tiefe Verletzungen und infizieren die Wunden mit gefährlichen Keimen. Ein offensichtlich verletzter Jungvogel hat meistens eine geringe Überlebenschance. Bringen Sie solchen Vogel trotzdem zu uns, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Zum Transport eignet sich ein Karton mit einem Handtuch ausgelegt. Sollte er leicht verletzt sein und nur Zeit brauchen, um sich zu erholen, könnte man ihn vorübergehend an der Fundstelle mit dem Oberteil eines Vogelkäfigs schützen, wie mit einer Glocke. Seine Eltern bleiben sicher in der Nähe und vielleicht versuchen sie ihn sogar durch das Gitter zu füttern. Am nächsten Tag ist er hoffentlich schon wieder fit genug.

Mai '19: Hundeversicherung – haben Sie schon Mal daran gedacht?

Krankenversicherungen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken, sie beruhigen uns, im Ernstfall eine hoch qualitative Krankenpflege genießen zu können. Aber wie ist es heutzutage eigentlich bei unseren Haustieren? Es ist zwar ein wichtiges Thema, aber es könnte durch all dieses Kleingedruckte am Ende des Produktinformationsblatt und allgemeiner Versicherungsbedingungen ziemlich unübersichtlich werden. Folgend möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über das aktuelle Angebot verschaffen.

Es gibt 3 Versicherungsarten, die für Ihren Hund sinnvoll sein können - Haftpflichtversicherung, Operationsversicherung und Krankenversicherung. Nur sehr wenige Versicherer bieten auch reine Unfallversicherung an.

 

 

Hundehaftpflichtversicherung

Vielleicht gehört Ihr Hund auch zu den stürmischen? Vielleicht lassen Sie ihn öfters von Drittpersonen hüten oder wollen einen Urlaub machen? Es gibt mehrere Lebenssituationen, in denen eine Hundehaftpflichtversicherung durchaus sinnvoll sein kann. Allgemein haftet so eine Versicherung für Personen- und Sachschaden, Mietsachschäden an Gebäuden, Mietsachschäden an Einrichtungen und Vermögensschäden. Sie greifen meistens sowohl beim Führen durch den Hundehalter als auch bei Familienangehörigen ein, oft auch beim Hüten durch eine dritte Person und auch ohne Leine. Viele haften auch bei einem Auslandsaufenthalt. Die Selbstbeteiligung beträgt dabei ca. 100-200€.
Über verschiedene Vergleichsportale kann man im Internet die Bedingungen übersichtlich nebeneinanderstellen und sich auch über weitere Bedingungen informieren, wie z.B. Kündigungsfrist oder Mindestlaufzeit. Für ungefähr 50 bis 70€ im Jahr bekommen Sie eine gute Versicherung.

Operationsversicherungen

Eine Operationsversicherung übernimmt die Kosten für Operationen, die sowohl krankheitsbedingt als auch unfallbedingt sein können. Kastrationen sind meist ausgeschlossen (bei medizinischer Notwendigkeit teils mitversichert). Diese Versicherung ist als eine „kleine Krankenversicherung" sehr interessant, da gerade die Operationen die kostenaufwendigsten Behandlungen darstellen und der Versicherungspreis trotzdem in einem angenehmen Bereich zwischen 100 bis 330€ pro Jahr bleibt.
Es gibt mehrere Versicherer und man soll immer die Situation des jeweiligen Hundes beurteilen, um den optimalen Tarif zu finden. An erster Stelle geht es um die Höhe der Kostenübernahme, Leistungsgrenze einer OP, Untersuchungen nach einer OP, Unterbringung in einer Tierklinik nach einer OP und Behandlung nach OP, Annahmekriterien und Kündigungsfrist.
Grundsätzlich gilt - je weniger Sie pro Monat bezahlen, desto geringer ist die Höhe der Kostenübernahme sowie die Leistungsgrenze und länger die Vertragslaufzeit. Genauso wie bei anderen Versicherungen gibt es oft auch hier ein „Basispaket", eine „erweitertes Paket" und ein „Komplettpaket". Vorsicht gilt aber bei rassespezifischen Krankheiten und Ellenbogen-/Hüftdysplasie, falls dies für Ihren Hund zutrifft. Manche Versicherungen übernehmen die Kosten für solche Operationen nicht. Informieren Sie sich über die Beitragserhöhung im Alter. Bei manchen Versicherern könnte diese wesentlich ansteigen. Ein wichtiges Detail ist die sogenannte Abrechnungshöhe nach GOT. Tierärzte rechnen nach der offiziellen Gebührenordnung ab und manche günstigen Versicherungen erstatten die Kosten nur bis zu einem gewissen Gebührensatz. In vielen Tierkliniken könnte der abgesicherte Gebührensatz schnell überschritten werden und dadurch wäre der Klinikauswahl eingeschränkt.
Aus tierärztlicher Sicht ist diese Versicherung wärmstens empfehlenswert. Es ist immer bitter, wenn Geld in der Behandlungsentscheidung die Hauptrolle spielt.

Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung bietet den umfassendsten Schutz. Zusätzlich zu den Leistungen aus der OP-Versicherung werden auch Vorsorge-Untersuchungen, Impfungen, prophylaktische Maßnahmen wie Zahnprophylaxe und andere übernommen. Es ist ratsam sich aufmerksam alle Vertragsbedingungen durchzulesen, da sie sich von Anbieter zu Anbieter deutlich unterscheiden können. Es gibt einige Ausschlusskriterien, Leistungsgrenzen und Einschränkungen. Der Preis bewegt sich ca. zwischen 350 und 800€ pro Jahr. Oft sind diese Produkte noch nicht ganz ausgereift und die Bedingungen recht restriktiv. Allerdings sollte sich jeder selbst einen Eindruck davon machen.

 

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Zusammengefasst sind Hundeversicherungen ein wichtiges Thema, womit sich jeder Hundebesitzer auseinandersetzen und sich gut informieren sollte. Der Versicherungsmarkt entwickelt sich und es gibt einige sehr interessante und sinnvolle Versicherungsprodukte.

Juni/Juli '19: Madenbefall - ein ernsthafter Notfall bei Kaninchen

Wenn die Temperaturen sommerlich werden und unsere Kaninchen endlich in Außengehegen hoppeln dürfen, beginnt die Zeit von befürchteten Madenbefällen. Was sind die Gründe dafür und wie sind sie zu vermeiden?


Fliegenmaden setzen sich auf entzündete Haut auf. Am häufigsten kommt es dazu in Hautfalten des Hinterteiles, wo sich Feuchtigkeit sammelt. In Gefahr sind besonders ältere und kranke Tiere, die sich der Körperpflege nicht gut widmen können. Leiden sie zusätzlich noch unter Durchfall oder Blasenentzündung, ist die Wahrscheinlichkeit des Madenbefalls noch höher. Diese Erkrankung bedeutet eine enorme Belastung für den Kaninchenkörper, es kann innerhalb von einem Tag zu großflächigen und tiefen Gewebeentzündungen kommen.

Vorbeugende Maßnahmen:
• Kaninchen fern von Plätzen halten, die für Fliegen attraktiv sind, wie z.B. Komposthaufen etc.
• Auf Hygiene achten, feuchten Boden vermeiden, regelmäßig misten, Futterreste täglich entfernen
• Die Kaninchen täglich auf entzündete oder nasse Haut untersuchen und behandeln (lassen)
• Langhaarige Kaninchen mit Neigung zu Verfilzungen regelmäßig bürsten und ggf. am Hinterteil ausscheren
• Durchfallerkrankungen nicht unterschätzen, rechtzeitig Ursache beheben (lassen)
• Bei gefährdeten Tieren Fliegengitter montieren oder den Käfig mit Fliegennetz überziehen, so dass das Netz nicht angeknabbert werden kann

 

Einen leichten Madenbefall bei bekannter Ursache kann oft zu Hause behandelt werden. Für viele Menschen ist allerdings diese Angelegenheit ekelig, daher fahren sie mit ihrem kleinen Patienten lieber gleich zum Tierarzt. Wichtig ist vor allem so schnell wie möglich ausreichende Hilfe zu verschaffen - Fell ausscheren, Maden abpflücken, Verschmutzungen abspülen oder auskämmen und die Haut gut trocknen. Falls größere Entzündungen vorliegen, muss man an zusätzliche bakterielle Entzündungen denken und selbstverständlich ein Schmerzmittel verabreichen. Manchmal ist der Befall so stark, dass der Kreislauf deutlich geschwächt ist und eine Infusion notwendig ist. In besonders schlimmen Fällen sind bereits wichtige Organge geschädigt und dass Tier muss erlöst werden.

 

Wenn Sie Ihre Kaninchen regelmäßig kontrollieren und auf gewisse Maßnahmen achten, steht einem fröhlichen Kaninchen-Sommer nichts im Weg.